, Uwe Fohrmeister

RSV auf internationalem Parkett

Fohrmeister fährt bei Masters-WM in Hamburg in die Top-Ten

Hans-Georg Fohrmeister, Senior des RSV Lippe 23 Lünen, stellte sich nach längerer Wettkampfpause einer besonderen Herausforderung: Den Cyclocross-Weltmeisterschaften der Masters in Hamburg. „Es ist schon etwas Besonderes, im eigenen Land bei Weltmeisterschaften anzutreten. Wir wollten uns sowohl als Ausrichter als auch als Teilnehmer gut präsentieren“, so Fohrmeister, der sich erst Anfang November die Lizenz sicherte und beim Poco Cyclocross in Lünen sein erstes Vorbereitungsrennen bestritt.

Hamburg, eine Radsport-Hochburg, ist jährlich Austragungsort des Worldtour-Rennens der Straßenprofis. Die WM-Strecke im Volkspark, direkt hinter der HSV-Arena, bot alles, was ein anspruchsvolles Rennen benötigt: Enge Kurven, steile Böschungen, Hindernisse, Lauf-, Sand- und Schlamm-Passagen. Rund 500 Teilnehmer aus 40 Nationen, darunter viele Ex-Profis, traten in zehn verschiedenen Rennen gegeneinander an.

Fohrmeister startete in der Altersklasse ab 75 Jahren, in der auch der bekannte Ex-Profi Klaus-Peter Thaler, viermaliger Querfeldein-Weltmeister und Olympiateilnehmer, vertreten war. Thaler, der bereits im Vorjahr den Masters-Titel holte, dominierte das Rennen und überrundete alle Fahrer innerhalb von 45 Minuten. „Er spielte seine ganze Erfahrung aus und gewann in jeder Kurve viele Meter Vorsprung“, so Fohrmeister.

Der Lippe-23-Senior beendete das Rennen mit einer Runde Rückstand auf Thaler und landete auf einem respektablen 10. Platz. „Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Die Klick-Pedale machten mir nach der langen Pause zu schaffen, aber Platz zehn bei einer Weltmeisterschaft ist schon vorzeigbar“, kommentierte der 75-Jährige.

Während des Events knüpfte Fohrmeister Kontakte zu Klaus-Peter Thaler und anderen Radsportlern. „Ich habe ihm von der positiven Entwicklung unseres Vereins erzählt und ihn eingeladen, im nächsten Herbst bei unserem Rennen mit dem Weltmeister-Trikot teilzunehmen“, berichtete Fohrmeister.

Auch organisatorisch gab es interessante Einblicke: „Obwohl Hamburg groß Werbung für das Event machte, gab es auch hier kleinere Probleme, wie etwa Schwierigkeiten mit den Standgebühren für Aussteller“, so Fohrmeister, der das Event dennoch als gut organisiert empfand. "In diesem Zusammenhang sei auf die Organisation des 7. Laufes der Westfalen-Winter-Bike-Trophy am 16.02.2025 in Lünen hingewiesen, die sich in vollem Gang befindet." ergänzte Björn Bader, Chef-Organisator der WWBT in Lünen.