, Uwe Fohrmeister

Poco Cyclocross 2025 – auch im vierten Jahr ein voller Erfolg

Über 400 Starterinnen und Starter aus sechs Nationen sorgten für Rekordbeteiligung an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Spannende Rennen, starke Leistungen und begeisterte Zuschauer machten den Auftakt zum NRW Cross Cup 25/26 zu einem echten Highlight für Lünen.

Im vierten Jahr in Folge hat die Veranstaltergemeinschaft aus RSV Lippe 23 Lünen, RSC Werne, RSV Unna und Sprinter Waltrop unter der diesjährigen Führung des BikeCampus Westfalen aus Lünen den Poco Cyclocross ausgerichtet.

Das Radcross-Rennen, das am beliebten Startort an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule um und auf der Halde Viktoria 3/4 ausgerichtet wird, war dieses Jahr der Auftaktlauf zum NRW Cross Cup 25/26. Diese Rennserie besteht aus mehreren Rennen und hat ihren nächsten Lauf in zwei Wochen in Bonn.

Über 400 Startende brachten Rekordteilnehmerzahlen nach Lünen. „Wir sind mit 360 Voranmeldungen in das Wochenende gegangen und haben am Renntag noch über 40 spontane Nachmeldungen erhalten“, freut sich Peter Wenner vom RSC Werne & BikeCampus Westfalen als Verantwortlicher für die Nummernausgabe.

Wie war das Renngeschehen?

Um 10 Uhr wurde die erste Starttrillerpfeife geblasen. Startschüsse werden aus Rücksicht auf die Tierwelt nicht mehr genutzt.

Die RaceKids vom RSV Lippe 23 Lünen waren natürlich besonders aufgeregt vor dem Heimrennen – allen voran Lias Rückert. Lias fuhr vom Start weg ein souveränes Rennen in der Spitze mit und konnte sich so einen guten 6. Platz, zeitgleich mit dem 5., von 19 Startern sichern. Ebenfalls in der U13 startete Lionel Hosslin aus Lünen, der mit seinem 11. Platz nur knapp die Top 10 verpasste. Tilo Neveling stürzte in einer durch den Schlamm sehr glatten Kurve, kämpfte sich danach aber wie ein Löwe zurück ins Rennen und finishte als 14.

In der U11-Rennklasse hatten die Lüner zwei Eisen im Feuer. Bei den Jungs fuhr Henri Hüls als 13. ins Ziel von 27 Startern und platzierte sich so gut im Vorderfeld.

Palina Busche verpasste nach einem bärenstarken Rennen nur knapp das Siegertreppchen und wurde 4.

Ihren ersten Rennstart im Gelände konnte Lotta Hallmann feiern. Die U15-Schülerin ist erst in diesem Sommer in den Rennsport eingestiegen und durfte erste Rennluft bei Straßenrennen schnuppern. Ein Offroad-Rennen war somit etwas ganz Neues. Sie kämpfte sich mit dem 5. Platz aber gut durchs Rennen und war im Ziel auch sichtlich zufrieden.

Kommen wir zu den Erwachsenen

Im Rennen Masters 3 startete der Orgateamleiter Andreas Jung persönlich. „Ich freue mich jedes Mal, hier in Lünen auch starten zu können. Vor heimischem Publikum und mit meinen Schützlingen am gleichen Renntag zu starten, motiviert mich immer besonders“, berichtet der Stützpunkttrainer. Mit einem sicheren 6. Platz konnte sich Jung im ersten Drittel des Starterfeldes platzieren.

Bei den Hobby-Männern 40+ waren zwei Starter im Feld. Uwe Fohrmeister finishte als 14., Rauno Preuß lag im Rennen gut in den Top 10, nachdem ihn Sturz und Defekt auf den 17. Platz zurückspülten.

Deutsche Elite am Start

Highlight des Tages war natürlich das Elite-Männer-Rennen. Mit Jonas Köpsel vom Team Radsport Nagel hatte Lünen wieder die Topelite des deutschen Radcross am Start. Köpsel ist nicht nur Nationalfahrer, sondern auch der amtierende Deutsche Vizemeister dieser Disziplin. Demnach war es nicht verwunderlich, dass keiner an Köpsel vorbeikam und er seinen Sieg aus dem Jahr 2022 wiederholte.

Auch hier waren zwei Lüner Sportler am Start. Cedric Weise konnte seinen guten Startplatz direkt ins Rennen überführen und biss sich in den Top 10 fest. Nach vielen Platzwechseln mit Rennfahrern in seinem direkten Umfeld konnte er sich durchsetzen und fuhr als 9. über den Zielstrich.

Magnus Herter musste leider nach 4 von 6 Runden das Rennen verlassen. Eine Corona-Erkrankung in den Vorwochen steckte ihm noch zu sehr in den Knochen.

Auch die Kleinsten kamen in der Mittagszeit am Renntag nicht zu kurz. Mit einem Laufradrennen auf der Zielgeraden durften ca. 15 kleine Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer Rennluft schnuppern. Im Ziel wurden sie von Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg empfangen, die für jeden eine Medaille hatte und allen gratulierte.

„Wir blicken auf einen anstrengenden Renntag zurück und bedanken uns bei allen Sportlerinnen und Sportlern, die aus insgesamt sechs Nationen vertreten waren, bei allen Helferinnen und Helfern und unseren Sponsoren, ohne die ein solches Event nicht zu organisieren wäre“, berichtet Andreas Jung. „Auch der Stadt Lünen ist Danke zu sagen, dass wir an dieser Location so etwas umsetzen dürfen.“